Media Dialogue 2021


„Media Dialogue 2021“   - erfolgreicher Abschluss des internationalen Projektes mit Ländern der östlichen Partnerschaft – Solidarität mit den belarussischen Journalist:innen im Exil - Ukrainischer Journalistenverband würdigt Einsatz von BVBM-Vorsitzenden und Projektleiters Dr. Wolfgang Ressmann für Presse- und Meinungsfreiheit – Auswärtiges Amt fördert Projekt seit 2015

Ludwigshafen / Kyiv / Berlin 3.12.2021

Mit einer Abschlusskonferenz am „Institute of Journalism“ der Taras-Schewtschenko-Universität in Kiew (Ukraine) endete der diesjährige „Media Dialogue“ mit Vertretern aus der Ukraine, Moldawiens, Georgiens und Armeniens. An dem Projekt beteiligten sich auch Journalistinnen und Journalisten des vom Lugaschenko-Regime in die Illegalität gedrängten unabhängigen belarussischen Journalistenverbandes BAJ, die derzeit im ukrainischen Exil arbeiten.

Der Vorsitzende des „National Union of Ukrainian Journalists (NUJU, Kiew)“ Sergiv Tomilenko hob dabei die besondere Bedeutung des seit 2015 vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik geförderten Medienprojektes hervor. Der „Media Dialogue“ biete nicht nur den teilnehmenden Studentinnen und Studenten der Universitäten Lutsk, Lviv, Odessa, Kiew (Ukraine), Caucasus University (Georgien), der „State Național University of Moldova“ und der „Free Internațional University Of Moldova“, beide Chişinău (Moldawien) die Chance zum internationalen medialen Teamwork, sondern fördere auch den Meinungs- und Faktenaustausch zwischen den teilnehmenden professionellen Print- und TV Journalistinnen und Journalisten aus Belarus, der Ukraine und Moldawien.

Dies sei gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Kriegs- und Konfliktsituationen im Donbass / Krim (Ukraine), Transnistrien (Moldawien), Abchasien und Süd-Ossetien (Georgien), sowie der Konflikt Berg-Karabach (Armenien) von großer Bedeutung.

Die zentrale Rolle der Zivilgesellschaft für die demokratische Entwicklung in West- und Osteuropa hob Roger Casale, Vorsitzender der New Europeans und ehemaliges Mitglied des britischen Unterhauses, in seiner online übertragenen Rede hervor. Die Zivilgesellschaften der europäischen Länder können einen wesentlichen Beitrag leisten, um Staatsterrorismus wie in Belarus und die Gefährdung der Meinungs- und Pressefreiheit mit demokratischen Mitteln zu bekämpfen. Dafür bedürfe es der länderübergreifenden Solidarität.  „Media Dialogue“ und die „New Europeans“ arbeiten zu Erreichung dieser Ziele eng zusammen.

Im Rahmen einer vorhergehenden Veranstaltung hatte Tomilenko dem Vorsitzenden des Bundesverbandes Bürgermedien und Projektleiter Dr. Wolfgang Ressmann eine Dankesurkunde des NUJU für seinen Einsatz im Rahmen des Media Dialogues überreicht. Darin heißt es: „Die nationale Union von Journalisten der Ukraine würdigt Ihren Beitrag im Rahmen Ihrer vielfältigen öffentlichen und beruflichen Tätigkeiten auf Ebene der Bundesrepublik Deutschland zur der Förderung des Journalismus und der Meinungsfreiheit. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihrem Einsatz und gratulieren Ihnen anlässlich des 30. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine aufrichtig!“

Im Rahmen des 2. Projektteils führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Media Dialogue 2021“ zahlreiche Gespräche mit Vertretern der ukrainischen Zvilgesellschaft, besuchten öffentliche und private TV-Stationen in Kyiv und im westukrainischen Lviv, darunter die Zentrale des neuen öffentlichen Rundfunks in der ukrainischen Hauptstadt. Dabei standen Themen wie die Sicherung der Meinungs- und Pressefreiheit, der Kampf gegen Fake-News, Propaganda und Hatespeech sowie die Berichterstattung über die Gefährdung der demokratischen Entwicklung und die jeweiligen militärischen Konflikte vor dem Hintergrund erheblicher russischer Propagandaaktivitäten im Mittelpunkt.

Der Präsident der Taras-Schewtschenko-Universität Prof. Volodymyr Bugrov zeigte sich bei einem Arbeitstreffen von der Projektentwicklung seit 2015 beeindruckt und sicherte dem „Media Dialogue“ die umfängliche Unterstützung seiner Universität zu.

Bereits im September 2021 fand der erste Projektteil in Georgien und Armenien statt. Dabei wurden Kontakte zum ebenfalls unter erheblichem politischen Druck stehenden georgischen Journalistenverband in Tbilisi geknüpft. In Armenien stand der „Media Dialogue“ im Zechen der Bedeutung von Kunst- und Kultur zur Konfliktbewältigung auf der Agenda. An der „Academy of fine Arts“ in Gjumri hatte die armenische Partnerorganisation „Acoss“ (Jerewan) ein umfängliches Programm zwischen Kultur und Journalismus, sowie der Rolle der Kunst bei der gesellschaftlichen Bearbeitung der Kriegs- und Konfliktsituationen in den ehemaligen Sowjetrepubliken organisiert.

Während der Projektphasen sind zahlreiche TV-Sendungen, Blogs, Podcasts und Videos entstanden. Der Internetauftritt unter http://mediadialogue.eu gibt einen umfassenden Überblick über die bisher erzielten Projektergebnisse.

Erstmalig produzierten die Teilnehmer:innen „Media Dialogue-TV“. Das vor Ort aufzeichnete und via Datentransfer bei OK-TV Ludwigshafen geschnittene Fernsehmagazin liefert spannende Einblicke in den Projektverlauf. Das Magazin ist sowohl via Youtube (https://www.youtube.com/watch?v=jYloBYSHvTw&list=PLRWf_VkyqaD-MU5twFHGgS1C4EaEb6I57) abrufbar und findet Eingang in das Programm deutscher Bürgermedien.

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